Beste Wärmepumpe für den Altbau: Typ, Größe, Heizkörper
Für die meisten Altbauten ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit R290 die beste Wahl, wenn sie nach der Heizlast ausgelegt ist und mit höchstens 55 °C Vorlauf auskommt. Erdwärme spart Strom, kostet aber die Bohrung.
Von der Redaktion effizienzheizung.de Aktualisiert am Methodik

Die beste Wärmepumpe für einen Altbau ist keine bestimmte Marke, sondern das Gerät, das zu Heizlast und Heizkörpern passt. In zwei Feldtests des Fraunhofer ISE in Bestandshäusern erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen zuletzt im Mittel eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,4, Erdwärmepumpen von 4,3. Die Häuser wurden zwischen 1826 und 2015 gebaut, 83 % davon vor 1995. Einen Zusammenhang zwischen Baujahr und Effizienz fanden die Forscher nicht. Entscheidend sind drei Fragen: Wie groß ist die Heizlast? Reichen 55 °C Vorlauf? Ist Platz für eine Bohrung? Ein Beispiel aus unserem Heizlast-Rechner für 140 m² und Baujahr 1969–1978: Das unsanierte Haus braucht bei −12 °C 13,6 kW, die Wärmepumpe mit Warmwasser 14,7 kW.
Kurz gesagt: Für die meisten Altbauten ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe als Monoblock mit dem Kältemittel R290 die beste Wahl, ausgelegt nach raumweiser Heizlast und mit höchstens 55 °C Vorlauf. Erdwärme braucht im Feldtest rund 21 % weniger Strom, die Bohrung kostet laut Verbraucherzentrale aber meist 10.000 bis 20.000 € extra. Eine Fußbodenheizung brauchen Sie nicht: Meist reicht es, wenige zu kleine Heizkörper zu tauschen.
Die Entscheidung in vier Schritten
Ob ein Altbau für eine Wärmepumpe taugt, zeigt sich nicht am Baujahr, sondern an zwei Werten: der Heizlast und der Vorlauftemperatur, die Ihre Heizkörper an kalten Tagen brauchen. Daraus folgt die Reihenfolge:
- Heizlast berechnen. Sie bestimmt die Größe des Geräts. Die alte Kesselleistung ist dafür kein Maßstab.
- 55-Grad-Test machen. Werden alle Räume mit 55 °C Vorlauf warm, passt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ohne Umbau.
- Heizkörper nachrüsten. Bleiben einzelne Räume kalt, tauschen Sie dort die Heizkörper und lassen den hydraulischen Abgleich machen.
- Dämmen oder Hochtemperatur-Gerät. Reicht das nicht, senkt Dämmung die Heizlast. Die zweite Wahl ist ein Gerät für bis zu 70 °C Vorlauf.


Wie groß muss die Wärmepumpe sein?
Die Größe ergibt sich aus der Heizlast nach DIN EN 12831 plus einem Zuschlag für Warmwasser. Größer ist dabei nicht besser: Im Feldtest WP-QS waren die meisten Luft-Wärmepumpen, gemessen am tatsächlichen Verbrauch, großzügig dimensioniert und hatten bei −7 °C eine deutliche Leistungsreserve. Sehr wenige Verdichterstarts erreichten nur knapp dimensionierte Geräte, und häufiges Takten verkürzt laut Fraunhofer ISE die Lebensdauer. Der Heizstab lieferte im Mittel nur 1,3 % des Stroms, allerdings in einem milden Messzeitraum, in dem es selten kälter als −5 °C war. Unser Rechner rechnet für das Warmwasser 0,25 kW je Person dazu. Für vier Personen sind das 1,0 kW.
Wie stark die Dämmung die Größe verändert, zeigt das Referenzhaus aus dem Rechner, Schritt für Schritt saniert:
Referenzhaus 140 m², Baujahr 1969–1978, −12 °C: Heizlast und Wärmepumpe nach Sanierungsstufe
| Zustand | Heizlast | W/m² | Wärmepumpe |
|---|---|---|---|
| unsaniert (Rechner) | 13,6 kW | 97 | 14,7 kW |
| + Dach 16 cm (Rechner) | 12,7 kW | 91 | 13,8 kW |
| + Fenster 2-fach-Wärmeschutz (Rechner) | 11,5 kW | 82 | 12,5 kW |
| + Fassade 14 cm (Rechner) | 7,1 kW | 50 | 8,1 kW |
| + Kellerdecke 12 cm (Rechner) | 6,1 kW | 43 | 7,1 kW |
Werte aus dem Heizlast-Rechner, der Link „Rechner“ öffnet den jeweiligen Stand: 2 Geschosse, freistehend, 4 Personen, keine Sperrzeit. Heizlast auf 0,1 kW gerundet, W/m² ganzzahlig, Wärmepumpe = Heizlast + Warmwasser, aufgerundet auf 0,1 kW.


Die Fassade bringt am meisten: Die Wärmepumpe schrumpft von 12,5 auf 8,1 kW. Unsanierte Häuser bis 1968 liegen bei 140 m² im Rechner bei 16,1 bis 18,1 kW Heizlast, vollsaniert kommen alle Baujahre auf 5,5 bis 6,2 kW. Richtwerte pro Quadratmeter für jedes Baujahr finden Sie im Ratgeber Heizlast pro m². Für das Angebot zählt aber die raumweise Berechnung durch den Fachbetrieb.
Der 55-Grad-Test: Reichen Ihre Heizkörper?
Der Bundesverband Wärmepumpe empfiehlt einen einfachen Test mit der alten Heizung: Stellen Sie an einem kalten Tag die Vorlauftemperatur auf 55 °C. Werden alle Räume behaglich warm, kommt das Haus mit einer Wärmepumpe aus. Der Test klappt nur bei niedrigen Außentemperaturen. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nennt als Faustregel, dass der Vorlauf das ganze Jahr möglichst unter 55 °C bleiben sollte.
Bleiben einzelne Räume kühl, notieren Sie diese. Dort sind die Heizkörper zu klein. Wie Sie die Heizkurve einstellen und wie viel jedes Grad weniger bringt, steht im Ratgeber Vorlauftemperatur der Wärmepumpe.
Wärmepumpe im Altbau ohne Fußbodenheizung
Eine Fußbodenheizung ist keine Voraussetzung. Im Feldtest WP-QS liefen 42 Anlagen mit Heizkörpern oder gemischten Systemen. Bei 30 davon lag der mittlere Vorlauf bei 34 bis 45 °C, bei 12 bei 45 bis 55 °C. Bei Anlagen nur mit Heizkörpern lag die mittlere Heizkreistemperatur (Mittel aus Vor- und Rücklauf) bei 38,5 °C, die schwächste davon erreichte noch eine JAZ von 3,0. Ausreichend große Heizkörper arbeiten laut Fraunhofer ISE mit ähnlichen Temperaturen wie Flächenheizungen.
Warum das oft klappt, zeigt die Heizkörper-Formel nach EN 442. Ein Heizkörper gibt bei 55/45 °C noch 51 % seiner Normleistung (75/65 °C) ab, bei 50/40 °C 40 % und bei 45/35 °C 30 %. Im Referenzhaus sinkt die Heizlast nach Dach, Fenstern und Fassade auf 52 % des unsanierten Werts, mit Kellerdecke auf 45 %. Unsere Annahme dabei: Die alten Heizkörper waren für 75/65 °C im unsanierten Haus ausgelegt. Dann reichen sie nach der Sanierung ungefähr für 55 °C. Viele Heizkörper sind ohnehin größer als nötig, das zeigen die niedrigen Temperaturen im Feldtest.
Heizkörper tauschen
Laut Verbraucherzentrale reicht meist der Tausch weniger Heizkörper. Fraunhofer ISE rät, die Heizkörper Raum für Raum zu prüfen und gezielt zu kleine zu ersetzen. Laut Bundesverband Wärmepumpe lassen sich Heizkörper unkompliziert und kostengünstig gegen moderne Modelle tauschen. Wichtig ist, dass der Fachbetrieb die neue Größe aus der Raumheizlast ableitet.
Hydraulischer Abgleich
Der Abgleich verteilt das Heizwasser so, dass jeder Heizkörper genau seine Menge bekommt. Er umfasst nach GModG § 60c eine raumweise Heizlastberechnung, die Prüfung der Heizflächen und die Anpassung der Regelung. Für die KfW-Förderung ist er Pflicht. Laut Bundesverband Wärmepumpe sind rund 80 % der Heizungen in Wohngebäuden nicht abgeglichen. In den 160 ausgewerteten Angeboten der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz kostete er im Mittel 1.159 €, die Spanne lag bei 238 bis 2.660 €. In 20 % der Angebote fehlte er ganz.
Luft-Wasser oder Erdwärme?
Erdwärme ist effizienter, weil der Boden im Winter wärmer ist als die Luft. Im Feldtest WP-QS erreichten Erdwärmepumpen eine JAZ von 4,3 (3,6 bis 5,4), Luft-Wasser-Wärmepumpen 3,4 (2,6 bis 4,9). Für dieselbe Wärme braucht Erdwärme damit rund 21 % weniger Strom. Im Vorgängerprojekt WPsmart lagen die Mittelwerte 2018/19 bei 3,1 (2,5 bis 3,8) und 4,1 (3,3 bis 4,7).


Was die JAZ für Ihre Stromrechnung bedeutet, zeigt das Referenzhaus. Wir setzen die Heizlast mit 1.800 Vollbenutzungsstunden an, wie der Rechner bei der Verbrauchsmethode, plus 500 kWh Warmwasser je Person. Unsaniert sind das 13,6 kW × 1.800 h = 24.480 kWh plus 2.000 kWh, zusammen 26.480 kWh Wärme. Vollsaniert sind es 12.980 kWh.
Jahresstrom der Wärmepumpe im Referenzhaus nach JAZ
| Anlage | JAZ | unsaniert | vollsaniert |
|---|---|---|---|
| Luft, schwächste | 2,6 | 10.200 kWh | 5.000 kWh |
| Luft, Mittelwert | 3,4 | 7.800 kWh | 3.800 kWh |
| Erdreich, Mittelwert | 4,3 | 6.200 kWh | 3.000 kWh |
| Luft, beste | 4,9 | 5.400 kWh | 2.600 kWh |
Strom = Wärme ÷ JAZ, auf 100 kWh gerundet. JAZ-Spanne aus WP-QS im Bestand. Eigene Beispielrechnung, kein Messwert für Ihr Haus.
Die Spanne innerhalb der Luft-Wärmepumpen ist größer als der Abstand zur Erdwärme. Planung und Einstellung zählen also mehr als die Wärmequelle.
Für die Erdsonde rechnet die Verbraucherzentrale mit rund 20 m Bohrtiefe je kW Heizleistung, die Bohrung kostet 50 bis 100 € je Meter. Unsaniert wären das für 14,7 kW rund 290 m und 14.500 bis 29.000 €, vollsaniert mit 7,1 kW rund 140 m und 7.000 bis 14.000 €. Dämmung macht Erdwärme also deutlich günstiger. Sie brauchen eine wasserrechtliche Erlaubnis, mehrere Sonden müssen mindestens 6 m auseinander liegen. Bei einer Luft-Wärmepumpe rät die Verbraucherzentrale zu drei bis vier Metern Abstand zum Nachbargrundstück.
Hochtemperatur-Wärmepumpe und R290
Propan (R290) ist ein natürliches Kältemittel. Laut Umweltbundesamt gibt es effiziente R290-Geräte für alle Wärmequellen, und ab 2028 fördert der Bund nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln. Die EU-F-Gas-Verordnung 2024/573 verbietet schrittweise neue Geräte mit bestimmten fluorierten Kältemitteln.
R290 erlaubt hohe Vorlauftemperaturen. Viessmann gibt für seine Propan-Monoblöcke bis 70 °C an, auch bei −10 °C außen (Herstellerangabe). Das hilft, wenn einzelne Heizkörper nicht sofort getauscht werden können. Jedes Grad mehr kostet aber Effizienz. Im Feldtest WPsmart bestimmten vor allem die Temperaturen bei rund 0 °C außen, wie effizient eine Anlage lief. Planen Sie 70 °C deshalb als Reserve, nicht als Dauerbetrieb.
Propan ist brennbar. Laut Verbraucherzentrale gilt um die Außeneinheit ein Schutzbereich ohne Fenster, Türen, Lichtschächte und Zündquellen.
Monoblock oder Split?
Laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz unterscheiden sich Monoblock- und Split-Geräte kaum in Effizienz, Preis und Lautstärke. Beim Monoblock steckt der ganze Kältekreis im Außengerät, ins Haus führen nur Wasserleitungen. Die gedämmten Rohre haben rund 10 cm Durchmesser. Beim Split-Gerät führt eine Kältemittelleitung ins Haus, die nur zertifizierte Fachleute anschließen dürfen. Für den Altbau spricht meist der Monoblock mit R290: Das brennbare Kältemittel bleibt draußen.
Kosten und Förderung 2026
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostete 2026 laut Verbraucherzentrale im Durchschnitt rund 36.000 €. Bei mehr als 2.000 geprüften Angeboten fand sie Preisunterschiede von bis zu 250 %. Die Auswertung von 160 Angeboten aus Rheinland-Pfalz zeigt 20.228 bis 63.061 €, der Median lag bei 34.979 € für Geräte mit im Mittel 10 kW. Holen Sie deshalb mindestens drei Angebote ein.


Die KfW fördert die Heizung im Programm 458 (Stand 02.11.2026) mit 30 % Grundförderung. Wenn Sie selbst im Haus wohnen, kommen 16 % Klimageschwindigkeitsbonus dazu, sofern Sie eine funktionierende Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gas- oder Biomasseheizung tauschen. Je nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen gibt es außerdem einen Einkommensbonus von 10 bis 40 % (bis 50.000 €, mit Kind bis 60.000 €). Zusammen sind höchstens 70 % möglich, bei niedrigem Einkommen 80 %. Gefördert werden höchstens 28.000 € Kosten für die erste Wohneinheit.
Zuschuss für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zu 36.000 €
| Fördersatz | Zuschuss | Eigenanteil |
|---|---|---|
| Grundförderung 30 % | 8.400 € | 27.600 € |
| mit Klimabonus 46 % | 12.880 € | 23.120 € |
| Höchstsatz 70 % | 19.600 € | 16.400 € |
Zuschuss = Fördersatz × höchstens 28.000 € förderfähige Kosten. Eigene Beispielrechnung nach KfW 458, Stand 02.11.2026.
Ab dem 1. Februar 2027 sinkt der Klimabonus um 4 Prozentpunkte je Halbjahr, der Höchstbetrag um 750 € je Halbjahr. Für Anträge ab dem 1. August 2028 gibt es keinen Klimabonus mehr. Maßgeblich ist der Tag des Antrags, nicht der Einbau. Außerdem kündigt die KfW für das 1. Quartal 2027 einen Wertschöpfungsbonus an: Für Wärmepumpen, die außerhalb der EU und assoziierter Märkte hergestellt wurden, könnte die Grundförderung dann zum Beispiel auf 15 % sinken. Die Details standen am 02.11.2026 noch nicht fest. Fragen Sie im Angebot nach dem Herstellungsort.
Welche Heizung für den Altbau ab 2026?
Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Die Pflicht zu 65 % erneuerbarer Energie beim Heizungstausch ist entfallen. Neue Gas- und Ölheizungen sind erlaubt, müssen aber steigende Anteile biogener Brennstoffe oder Wasserstoff nutzen: 10 % ab 2029, 15 % ab 2030, 30 % ab 2035 und 60 % ab 2040. Unter bestimmten Voraussetzungen erfüllen auch eine Wärmepumpen-Hybridheizung oder die Kombination mit Solarthermie diese Pflicht. Eine Wärmepumpe braucht keinen Brennstoff und wird von der KfW gefördert.
Checkliste für Ihr Angebot
- Raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 statt der Leistung des alten Kessels
- Gerätegröße passend zur Heizlast plus Warmwasser, nicht deutlich größer
- Auslegungs-Vorlauftemperatur genannt, möglichst höchstens 55 °C
- Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B als eigene Position
- Kältemittel R290 oder ein anderes natürliches Kältemittel
- COP- oder SCOP-Werte angegeben, damit Sie Geräte vergleichen können
- Aufstellort mit Schallabstand und, bei Propan, Schutzbereich
- Warmwasserspeicher, Fundament, Elektroinstallation und Montage im Gesamtpreis
So haben wir geprüft
Alle Heizlasten und Gerätegrößen stammen aus unserem Heizlast-Rechner. Ein Skript liest die Werte direkt aus dem Rechenkern und bricht ab, wenn ein Wert im Text abweicht. Wie der Rechner arbeitet, steht in der Methodik. Die JAZ-Werte stammen aus den Berichten des Fraunhofer ISE, Kosten von der Verbraucherzentrale, Förderung und Gesetz von KfW und GModG-Infoportal (abgerufen am 02.11.2026). Die Heizkörperleistung haben wir mit der Formel nach EN 442 und dem Exponenten 1,3 berechnet. Strom und Sondenlänge sind eigene Beispielrechnungen. Herstellerangaben sind als solche markiert.
Häufige Fragen
Welche Wärmepumpe ist die beste für ein altes Haus?
Die, die zu Heizlast und Heizkörpern passt. Meist ist das eine Luft-Wasser-Wärmepumpe als Monoblock mit R290. Wenn Garten und Budget eine Bohrung zulassen, ist Erdwärme sparsamer.
Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau ohne Fußbodenheizung?
Ja. Im Feldtest lag die mittlere Heizkreistemperatur bei Anlagen nur mit Heizkörpern bei 38,5 °C, die JAZ bei mindestens 3,0. Machen Sie den 55-Grad-Test und tauschen Sie zu kleine Heizkörper.
Gibt es Wärmepumpen mit 70 Grad Vorlauftemperatur?
Ja, Geräte mit R290 schaffen laut Hersteller bis 70 °C. Dauerhaft so hoch zu heizen, kostet aber deutlich mehr Strom. Heizkörpertausch oder Dämmung sind die bessere Lösung.
Muss ich vor der Wärmepumpe dämmen?
Nein. Dämmung macht das Gerät aber kleiner: Im Referenzhaus sinkt die Leistung von 14,7 auf 7,1 kW. Planen Sie größere Sanierungen deshalb vor dem Kauf ein.
Welche Heizung ist im Altbau ab 2026 erlaubt?
Nach dem GModG fast jede, auch Gas und Öl mit steigendem Bio-Anteil ab 2029. Den KfW-Zuschuss gibt es aber für Wärmepumpen und andere erneuerbare Heizungen.
Fazit: So finden Sie die passende Wärmepumpe
Die beste Wärmepumpe für Ihren Altbau finden Sie über Kriterien, nicht über die Marke: Heizlast berechnen, 55-Grad-Test machen, zu kleine Heizkörper tauschen und den hydraulischen Abgleich verlangen. Starten Sie mit dem Heizlast-Rechner und vergleichen Sie danach mehrere Angebote mit der Checkliste.
Jetzt ausrechnen: Heizlast-Rechner
Quellen
- Fraunhofer ISE: Wärmepumpen heizen auch im Altbau klimafreundlich – Forschungsprojekt WP-QS im Bestand abgeschlossen, JAZ Luft 3,4 und Erdreich 4,3 (Presseinformation 03.11.2025, abgerufen 02.11.2026)
- Fraunhofer ISE: WP-QS im Bestand, Abschlussbericht – Vorlauftemperaturen nach Heizflächen, Gütegrad, Empfehlungen (2. Fassung 25.11.2025, abgerufen 02.11.2026)
- Fraunhofer ISE: Wärmepumpen funktionieren auch in Bestandsgebäuden zuverlässig – Projekt WPsmart im Bestand, Messjahr 2018/19 (Presseinformation 2020, abgerufen 02.11.2026)
- Bundesverband Wärmepumpe: Praxisratgeber Modernisieren mit Wärmepumpe – 55-Grad-Test, hydraulischer Abgleich (Verband, Stand 01/2020, abgerufen 02.11.2026)
- Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Broschüre Wärmepumpen – Erdsonden, Monoblock und Split, Propan-Schutzbereich, Schallabstand (Stand 04/2025, abgerufen 02.11.2026)
- Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Luft-Wasser-Wärmepumpen – Auswertung von 160 Angeboten, erstellt 10/2024 bis 05/2025 (Juni 2025, abgerufen 02.11.2026)
- Verbraucherzentrale Energieberatung: Wärmepumpen-Boom hält an – durchschnittlicher Anschaffungspreis 2026 (24.09.2026, abgerufen 02.11.2026)
- Verbraucherzentrale: Wärmepumpen im Vergleich – Erdsonde rund 20 m je kW Heizleistung (Stand 11.03.2026, abgerufen 02.11.2026)
- ingefo – Institut für Gebäude-Energieforschung: SimpleHK, Heizkörperleistung nach EN 442 mit Exponent 1,3 (abgerufen 02.11.2026)
- Umweltbundesamt: Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln, Förderung ab 2028 und F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573 (aktualisiert 22.07.2026, abgerufen 02.11.2026)
- Viessmann: Propan als Kältemittel in Wärmepumpen – Vorlauftemperaturen bis 70 °C (Herstellerangabe, abgerufen 02.11.2026)
- KfW: Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (458), Fördersätze, Höchstbetrag, hydraulischer Abgleich (Stand der Seite geprüft 02.11.2026)
- GModG-Infoportal (BBSR): Neuregelungen mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz – Wegfall der 65-%-Regel, Bio-Treppe (amtlich, geprüft 02.11.2026)
- GModG § 60c: Hydraulischer Abgleich und weitere Maßnahmen zur Heizungsoptimierung (amtlich, abgerufen 02.11.2026)
Von der Redaktion effizienzheizung.de · Veröffentlicht am