Heizlast pro m²: Tabelle nach Baujahr und Sanierung
Ein unsaniertes Haus von 1969–1978 mit 140 m² braucht bei −12 °C rund 97 W/m², also 13,6 kW. Die Tabelle zeigt die Werte für jedes Baujahr – unsaniert, teil- und vollsaniert.
Von der Redaktion effizienzheizung.de Aktualisiert am Methodik

Ein unsaniertes Einfamilienhaus mit Baujahr 1969–1978 hat bei −12 °C eine Heizlast von rund 97 W/m²: Bei 140 m² Wohnfläche sind das 13,6 kW. Ältere unsanierte Häuser liegen bei 115 bis 129 W/m², Häuser von 1979 bis 2008 bei 54 bis 84 W/m². Nach einer Sanierung von Dach, Fassade, Kellerdecke und Fenstern kommen alle Baujahre auf 39 bis 44 W/m², Neubauten auf 30 bis 43 W/m². Alle Werte stammen aus unserem Heizlast-Rechner, gerechnet für ein freistehendes Haus mit 140 m². Dort tragen Sie Ihre eigene Fläche, Ihr Baujahr und Ihre Region ein.
Kurzantwort: Heizlast pro m²
| Haus (140 m², −12 °C) | W/m² | kW |
|---|---|---|
| 1969–1978, unsaniert | 97 | 13,6 |
| bis 1968, unsaniert | 115–129 | 16,1–18,1 |
| 1979–2008, unsaniert | 54–84 | 7,6–11,8 |
| vollsaniert, alle Baujahre | 39–44 | 5,5–6,2 |
| Neubau ab 2009 / EH 40 | 43 / 30 | 6,1 / 4,2 |
Gerechnet für 140 m², 2 Geschosse, freistehend, −12 °C. Die Heizlast in kW ist W/m² mal Fläche, aber W/m² sinkt mit der Hausgröße und steigt mit kälterem Standort.
Heizlast pro m² nach Baujahr: die Tabelle
Die Tabelle zeigt die spezifische Heizlast für jede Baualtersklasse in drei Zuständen. „Teilsaniert“ heißt hier: Dach bzw. oberste Geschossdecke mit 16 cm gedämmt und Fenster mit 2-fach-Wärmeschutzglas. „Vollsaniert“ heißt: zusätzlich 14 cm Fassadendämmung und 12 cm unter der Kellerdecke. Das sind genau die Haken bei „Schon saniert?“ im Rechner. Damit erreicht jedes Bauteil die Höchstwerte, die das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, vormals GEG) in Anlage 7 für sanierte Bauteile vorgibt.
Heizlast pro m² nach Baujahr und Sanierungsstand (W/m², darunter kW bei 140 m²)
| Baujahr | un- saniert |
teil- saniert |
voll- saniert |
|---|---|---|---|
| bis 1918 | 126 17,6 kW |
104 14,6 kW |
44 6,2 kW |
| 1919–48 | 126 17,6 kW |
104 14,6 kW |
44 6,2 kW |
| 1949–57 | 129 18,1 kW |
111 15,5 kW |
44 6,2 kW |
| 1958–68 | 115 16,1 kW |
98 13,8 kW |
44 6,2 kW |
| 1969–78 | 97 13,6 kW |
82 11,5 kW |
43 6,1 kW |
| 1979–83 | 84 11,8 kW |
72 10,0 kW |
42 5,9 kW |
| 1984–94 | 73 10,2 kW |
61 8,6 kW |
41 5,8 kW |
| 1995–01 | 62 8,6 kW |
57 8,0 kW |
41 5,7 kW |
| 2002–08 | 54 7,6 kW |
52 7,3 kW |
39 5,5 kW |
Werte aus dem Heizlast-Rechner: 140 m² Wohnfläche, 2 Geschosse, 2,5 m Raumhöhe, freistehend, unbeheizter Keller und Dachboden, Fensterlüftung, 20 °C innen, −12 °C außen. Oben W/m² (ganze Zahl), darunter kW (kaufmännisch auf 0,1 kW). Beide aus ungerundeten Zwischenwerten. Teilsaniert = Dach 16 cm + Wärmeschutzfenster, vollsaniert = zusätzlich Fassade 14 cm und Kellerdecke 12 cm.
Neubau-Standards
| Standard | W/m² | kW bei 140 m² |
|---|---|---|
| ab 2009 (Neubau nach GEG/GModG) | 43 | 6,1 |
| Effizienzhaus 55 | 34 | 4,8 |
| Effizienzhaus 40 | 30 | 4,2 |
Gleiche Annahmen, Dämmung und Fenster sind im Standard enthalten. W/m² ganzzahlig, kW auf 0,1 kW.


Drei Dinge fallen auf. Erstens bringt die Sanierung bei alten Häusern am meisten: Bei Baujahr 1958–1968 sinkt die Heizlast von 115 auf 44 W/m². Zweitens liegt 1949–1957 etwas höher als die Jahre davor, weil die amtliche Tabelle für Kellerdecken dieser Zeit einen schlechteren U-Wert von 2,3 W/(m²K) nennt. Drittens bringt die Teilsanierung bei jüngeren Häusern wenig, denn deren Dach und Fenster sind schon recht gut.
Die Werte gelten für Fenster „wie zum Baujahr üblich“ mit 2-fach-Glas. Hat ein Altbau bis 1918 noch Einfachglas und undichte Fenster, zeigt der Rechner 146 W/m² oder 20,4 kW.
Warum andere Tabellen 160 W/m² nennen
Viele Ratgeber zeigen die Tabelle aus der VdZ-Fachregel: Für Häuser bis 1977 mit 100 bis 200 m² stehen dort 160 bis 163 W/m², für 140 m² rund 161 W/m². Unser Rechner kommt für Baujahr 1969–1978 auf 97 W/m². Der Unterschied ist erklärbar. Die VdZ-Tabelle unterscheidet nur nach Baualter und Fläche, nicht nach Sanierungsstand, und bezieht sich auf die beheizbare Nutzfläche statt auf die Wohnfläche. Sie beruht auf pauschalen Werten in Anlehnung an den Nationalen Anhang zu DIN EN 15378. Unser Rechner setzt dagegen die amtlichen U-Werte je Bauteil aus dem Bundesanzeiger 2020 an und rechnet Hülle und Lüftung getrennt aus. Die Fachzeitschrift TGA Fachplaner warnt, dass das Verfahren „Baujahr mal Wohnfläche“ oft zu hohe Werte liefert, weil die meisten Bestandsgebäude nicht mehr im Originalzustand sind.
Was ist eine gute Heizlast pro m²?
Unser Rechner ordnet das Ergebnis in fünf Stufen ein: bis 30 W/m² sehr gut (Neubau, Effizienzhaus), bis 50 W/m² gut, bis 80 W/m² mittel (teilsaniert), bis 120 W/m² hoch (unsaniert) und darüber sehr hoch. Die Grenzen sind unsere Einordnung, abgeleitet aus VdZ-Tabelle und Praxisleitfäden, keine Norm. Ein unsaniertes Haus mit 97 W/m² liegt in der Stufe „hoch“. Eine Wärmepumpe ist dort möglich, nur die nötige Vorlauftemperatur sollten Sie prüfen. Wie das geht, steht im Ratgeber Vorlauftemperatur bei der Wärmepumpe.
Rechenbeispiel Schritt für Schritt: 140 m², Baujahr 1969–1978
So rechnet der Rechner das Referenzhaus: freistehend, 2 Geschosse mit je 70 m², 2,5 m Raumhöhe, unbeheizter Keller und Dachboden, Norm-Außentemperatur −12 °C. Das Verfahren ist eine Hüllflächen-Überschlagsrechnung in Anlehnung an DIN EN 12831-1: Wärmeverlust über die Bauteile plus Lüftung, mal Temperaturdifferenz.
- Flächen schätzen: Je Geschoss 70 m² Wohnfläche, als Außenmaß 70 × 1,2 = 84 m². Bei quadratischem Grundriss ergibt das 36,66 m Umfang. Wand brutto: 36,66 × 2,8 × 2 = 205,3 m² (2,8 m = Raumhöhe plus Decke). Fenster pauschal 20 % der Wohnfläche: 28 m². Bleiben 177,3 m² Wand.
- Verlust über die Hülle: Fläche × (U-Wert + 0,1 Wärmebrückenzuschlag) × Temperaturfaktor. Wand 177,3 × 1,1 = 195,03 W/K, Fenster 28 × 2,8 = 78,40 W/K, oberste Geschossdecke 84 × 0,7 × 0,8 = 47,04 W/K, Kellerdecke 84 × 1,1 × 0,5 = 46,20 W/K. Zusammen sind das 366,67 W/K, gerundet 366,7 W/K.
- Verlust über die Lüftung: 0,34 × 0,5 × 350 = 59,5 W/K (Wärmekapazität der Luft × Luftwechsel pro Stunde × 350 m³ Luftvolumen).
- Temperaturdifferenz: 20 °C innen minus −12 °C außen = 32 K.
- Heizlast: 366,67 × 32 = 11.733 W über die Hülle plus 59,5 × 32 = 1.904 W für die Lüftung. Zusammen sind das 13.637 W, also 13,6 kW.
- Pro m²: 13.637 W ÷ 140 m² = 97,4, angezeigt als 97 W/m².


Die U-Werte (Wand 1,0, Fenster 2,7, oberste Geschossdecke 0,6, Kellerdecke 1,0 W/(m²K)) stammen aus der amtlichen Tabelle im Bundesanzeiger 2020 für Baujahr 1969–1978. Die Faktoren 0,8 und 0,5 berücksichtigen, dass Dachboden und Keller wärmer sind als die Außenluft. Für die Wärmepumpe kommen noch 4 × 0,25 kW für Warmwasser dazu: Der Rechner empfiehlt mindestens 14,7 kW Heizleistung bei −12 °C. Welche Geräte im Altbau passen, vergleicht der Ratgeber beste Wärmepumpe für den Altbau.
Heizlast nach Region: der Einfluss der Norm-Außentemperatur
Ausgelegt wird nicht auf den kältesten Tag, den es je gab, sondern auf die Norm-Außentemperatur. Sie wird aus langjährigen Wetterdaten bestimmt und liegt in Deutschland je nach Ort etwa zwischen −7 °C und −17 °C. Den Wert für Ihre Postleitzahl zeigt die Klimakarte des Bundesverbands Wärmepumpe. Weil die Heizlast linear mit der Temperaturdifferenz wächst, ändert jedes Grad das Ergebnis. Für das Referenzhaus sind es rund 0,43 kW oder 3 W/m² je Kelvin.
Gleiches Haus, anderer Ort
| Ort | Norm-Außentemperatur | Heizlast |
|---|---|---|
| Köln | −7 °C | 11,5 kW 82 W/m² |
| Hamburg | −8 °C | 11,9 kW 85 W/m² |
| Frankfurt am Main | −9 °C | 12,4 kW 88 W/m² |
| Berlin | −11 °C | 13,2 kW 94 W/m² |
| Dresden | −12 °C | 13,6 kW 97 W/m² |
| Augsburg | −14 °C | 14,5 kW 103 W/m² |
| Oberstdorf | −17 °C | 15,8 kW 113 W/m² |
Referenzhaus 140 m², Baujahr 1969–1978, unsaniert. Norm-Außentemperaturen wie in der Ortsauswahl des Rechners (Werte der BWP-Klimakarte für die Innenstadt, auf ganze Grad gerundet). kW auf 0,1 kW, W/m² ganzzahlig.


Auch die Größe zählt. Bei gleichem Baujahr hat ein kleines Haus mehr Außenfläche pro m² Wohnfläche. Mit 100 m² kommt das Referenzhaus auf 107 W/m² (10,7 kW), mit 200 m² auf 89 W/m² (17,8 kW). Eine Tabelle „W/m² mal Fläche“ ist deshalb nur ein Startwert. Rechnen Sie Ihr Haus mit der Ortsauswahl im Rechner nach, hier als Beispiel mit Oberstdorf.
Heizlast aus dem Verbrauch berechnen
Im Bestand ist der bisherige Gas- oder Ölverbrauch oft die bessere Grundlage, denn er enthält Ihr echtes Haus und Ihr Heizverhalten. Die Formel unseres Rechners:
Heizlast ≈ (Jahresverbrauch × Nutzungsgrad − Warmwasser) ÷ Vollbenutzungsstunden
Rechenbeispiel mit 20.000 kWh Erdgas im Jahr, Brennwertkessel und Warmwasser für 4 Personen:
- Nutzwärme: 20.000 × 0,90 = 18.000 kWh. Der Nutzungsgrad berücksichtigt die Verluste des Kessels. Der Rechner setzt für Brennwertkessel 0,90 an, für Niedertemperaturkessel 0,80 und für sehr alte Kessel 0,70.
- Warmwasser abziehen: 4 Personen × 500 kWh = 2.000 kWh. Es bleiben 16.000 kWh für die Raumwärme.
- Teilen durch die Vollbenutzungsstunden: 16.000 kWh ÷ 1.800 h = 8,9 kW. Mit 1.500 bis 2.100 Stunden ergibt sich eine Spanne von 7,6 bis 10,7 kW.
Das entspricht 63 W/m² bei 140 m². Gas in m³ rechnet der Rechner mit 11 kWh je m³ um, Heizöl mit 10 kWh je Liter. Nehmen Sie den Mittelwert aus mehreren Jahren. Probieren Sie es mit dem Verbrauchs-Beispiel im Rechner aus.


Welche Vollbenutzungsstunden passen?
Die Vollbenutzungsstunden geben an, wie lange die Heizung im Jahr mit voller Leistung laufen müsste, um den Jahresverbrauch zu erzeugen. Die Angaben gehen auseinander. Der Praxisleitfaden des BürgerNetzwerkSolar Worms (2026) nennt für unsanierte Altbauten 1.800 bis 2.200 h, für teilsanierte 1.500 bis 1.800 h und für sanierte 1.300 bis 1.600 h. Die Fachzeitschrift TGA Fachplaner rechnet mit 1.900 h. Die alte Richtlinie VDI 2067 Blatt 2 von 1993 nannte für Einfamilienhäuser 2.100 h. Sie wurde 2002 zurückgezogen. Die oft zitierten 2.400 h stehen dort für Krankenhäuser, nicht für Wohnhäuser. Unser Rechner nimmt 1.800 h und zeigt die Spanne von 1.500 bis 2.100 h mit an. Mehr Stunden ergeben eine kleinere Heizlast.
Grenzen der Verbrauchsmethode
- Teilbeheizung: Wurden Räume kaum geheizt oder stand das Haus leer, fällt die Heizlast zu klein aus.
- Zweite Wärmequelle: Ein Kaminofen oder Solarthermie senkt den Gasverbrauch, aber nicht die Heizlast.
- Unbekannter Nutzungsgrad: Ein alter Kessel mit 0,70 statt 0,90 ändert das Ergebnis um mehr als 20 %.
- Geplante Sanierung: Neue Fenster oder Dämmung nach dem Wechsel stecken nicht im alten Verbrauch.
Weichen Verbrauch und Gebäudedaten stark voneinander ab, weist der Rechner darauf hin. Im Beispiel liegt der Verbrauchswert mit 8,9 kW um 35 % unter den 13,6 kW aus den Gebäudedaten. Das ist im Bestand häufig: Die Hüllflächenrechnung arbeitet mit Pauschalwerten, im Verbrauch steckt das echte Haus. Den genauen Ablauf zeigt der Rechenweg im Heizlast-Rechner.
DIN EN 12831: Wann eine raumweise Berechnung nötig ist
Die Norm DIN EN 12831-1 beschreibt, wie die Heizlast genau berechnet wird: Raum für Raum, mit allen Bauteilen, Nachbarräumen und der Norm-Außentemperatur des Standorts. Wohnräume werden dabei in der Regel mit 20 °C angesetzt, Bäder mit 24 °C. Die Werte pro m² in diesem Artikel ersetzen das nicht. Sie reichen für eine erste Einordnung und um Angebote zu prüfen. Eine raumweise Berechnung brauchen Sie in diesen Fällen:
- Heizkörper und Fußbodenheizung auslegen: Nur die raumweise Heizlast zeigt, ob die Heizfläche in jedem Raum reicht und welche Vorlauftemperatur nötig ist.
- Hydraulischer Abgleich: Nach § 60c GModG ist er nach dem Einbau einer Heizung in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen vorgeschrieben, und zwar mit raumweiser Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 und DIN/TS 12831-1 (Stand 02.11.2026).
- Förderung: Für den KfW-Zuschuss 458 zum Heizungstausch ist die Optimierung des Heizungssystems inklusive hydraulischem Abgleich Voraussetzung (Stand 02.11.2026). Was dafür nachzuweisen ist, bestätigt Ihr Fachbetrieb oder Ihre Energieberatung.
Unser Rechner gibt eine Überschlagsrechnung in Anlehnung an die Norm, mit Pauschalwerten für Geometrie, U-Werte und Luftwechsel. Er ersetzt weder Fachplanung noch Energieberatung. Wie wir rechnen, steht auf der Seite Methodik.
So haben wir gerechnet und geprüft
- Alle Werte in Tabellen, Beispielen und Grafiken erzeugt ein Skript mit dem Rechenkern unseres Heizlast-Rechners. Jeder Wert entspricht dem, was der Rechner mit dem jeweiligen Link anzeigt.
- Ein automatischer Test gleicht die Tabellen in diesem Artikel mit dem Rechenkern ab. Das Referenzbeispiel (13,6 kW, 97 W/m²) und das Verbrauchsbeispiel (8,9 kW) prüft er zusätzlich gegen ein unabhängiges Prüfprogramm.
- U-Werte aus der amtlichen Bekanntmachung im Bundesanzeiger (2020), Sanierungsstand nach den Höchstwerten der Anlage 7 GModG, Norm-Außentemperaturen nach der BWP-Klimakarte. Rundung: kW kaufmännisch auf 0,1, W/m² auf ganze Zahlen, jeweils aus ungerundeten Zwischenwerten.
- Rechtliche Angaben (§ 60c GModG, KfW 458) haben wir am 02.11.2026 auf den offiziellen Seiten geprüft.
Häufige Fragen
Wie viel Watt pro m² braucht ein Einfamilienhaus?
Bei −12 °C und 140 m² rechnet unser Rechner unsaniert mit 54 W/m² (Baujahr 2002–2008) bis 129 W/m² (1949–1957). Vollsaniert sind es 39 bis 44 W/m², Neubauten nach Effizienzhaus 40 kommen auf 30 W/m².
Wie rechne ich W/m² in kW um?
Multiplizieren Sie W/m² mit der Wohnfläche und teilen Sie durch 1.000: 97 W/m² × 140 m² = 13.580 W, also rund 13,6 kW. Für deutlich kleinere oder größere Häuser ist der Wert pro m² höher bzw. niedriger. Rechnen Sie dann mit Ihren eigenen Daten im Rechner.
Warum ist die Heizlast aus dem Verbrauch oft niedriger?
Die Rechnung aus Gebäudedaten nutzt Pauschalwerte für Bauteile und Lüftung und lässt, wie die Norm, Sonne und innere Wärmequellen weg. Im Verbrauch stecken dagegen die echten Bauteile, Ihr Lüftungs- und Heizverhalten und oft auch Räume, die kaum geheizt werden. Im Beispiel ergibt der Verbrauch 8,9 kW statt 13,6 kW.
Welche Heizlast pro m² ist für eine Wärmepumpe gut?
Bis 50 W/m² ordnet unser Rechner als gut ein, bis 80 W/m² als mittel. Auch darüber kann eine Wärmepumpe funktionieren, wenn die Heizflächen groß genug sind. Entscheidend ist die nötige Vorlauftemperatur, nicht der Wert pro m² allein.
Reicht die Heizlast pro m² für das Angebot einer Wärmepumpe?
Für einen Plausibilitätscheck ja: Liegt ein Angebot weit über dem, was Tabelle und Verbrauch ergeben, fragen Sie nach. Für die endgültige Auslegung, die Heizflächen und den hydraulischen Abgleich brauchen Sie eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1.
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Quellen
- BMWi/BMI: Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung im Wohngebäudebestand, BAnz AT 04.12.2020 B1, Tabellen 2 und 3 – U-Werte nach Baualtersklasse (amtlich, abgerufen 02.11.2026)
- Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, vormals GEG), Anlage 7: Höchstwerte der U-Werte bei Änderung bestehender Gebäude (amtlich, abgerufen 02.11.2026)
- GModG § 60c: Hydraulischer Abgleich mit raumweiser Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 und DIN/TS 12831-1 (amtlich, abgerufen 02.11.2026)
- KfW: Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (458), Fördervoraussetzungen inkl. hydraulischer Abgleich (Stand der Seite abgerufen 02.11.2026)
- TGA Fachplaner 12/2023: Die Heizlast im Bestand mit Augenmaß ermitteln – überschlägige Verfahren, Verbrauchsverfahren mit 1.900 Vollbenutzungsstunden (03.12.2023, abgerufen 02.11.2026)
- BürgerNetzwerkSolar Worms: Die Wärmepumpe im Einfamilienhaus, Praxisleitfaden in Anlehnung an VDI 4645/4650, Abschnitt 4 Vollbenutzungsstunden (März 2026, abgerufen 02.11.2026)
- VdZ: Fachregel „Optimierung von Heizungsanlagen im Bestand“, Tabelle 1 – Heizlast in W/m² nach Baualter und Fläche (Verband, abgerufen 02.11.2026)
- Bundesverband Wärmepumpe: Klimakarte – Norm-Außentemperatur je Postleitzahl (Verband, abgerufen 02.11.2026)
- HaustechnikDialog SHKwissen: Heizlasten in Altbauten – Vollbenutzungsstunden nach VDI 2067 Blatt 2 (Stand 17.08.2026, abgerufen 02.11.2026)
- VDI: Richtlinie VDI 2067 Blatt 2 (Dezember 1993), zurückgezogen im Oktober 2002, ersetzt durch VDI 2067 Blatt 11 (abgerufen 02.11.2026)
Von der Redaktion effizienzheizung.de · Veröffentlicht am